Wann stirbt das Bargeld aus? Bargeldlose Welt - fortschrittlich zahlen

Wann stirbt das Bargeld aus?

21 Dez 2017

Wann stirbt das Bargeld aus?

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Bargeldlose Welt – fortschrittlich zahlen

Der bargeldlose Zahlungsverkehr von Nichtbanken betrug in Deutschland in den letzten drei Jahren durchschnittlich mehr als 54.000 Milliarden Euro. Dabei stieg in den letzten zehn Jahren die Zahl der ausgegebenen Kreditkarten um 60%. Diese Zahlen zeigen, dass sich das bargeldlose Bezahlen auf dem Vormarsch befindet. Kreditkarten werden für Zahlungen bei Online-Geschäften, beim Buchen von Reisen oder Mietwagen sowie beim bargeldlosen Zahlen von Einkäufen verwendet.

Wie sieht die Entwicklung im internationalen Maßstab aus?

Wann stirbt das Bargeld aus

Asien erwartet einen starken Zuwachs im bargeldlosen Zahlungsverkehr

Weltweit entwickeln sich die bargeldlosen Transaktionen besonders in China und den asiatischen Schwellenländern mit zunehmendem Tempo. Für die asiatischen Schwellenländer wird bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg von über 30% gerechnet. China teilt Prognosen mit konstanten Zuwächsen von 36,5% in den nächsten fünf Jahren mit. Die indische Regierung hat ein Unterstützungsprogramm für den bargeldlosen Zahlungsverkehr ins Leben gerufen. Hier wird ein Anstieg von 26,2 % erwartet.

Amerika hat noch Reserven

Die Prognosen für Nordamerika und Kanada liegen bei einer Steigerung von 4,3%. Im Vorjahr lag die Steigerung bei 4,4% – das ist den amerikanischen Finanzdienstleistern zu wenig. Sie beabsichtigen, durch eine bessere Kundenbindung und durch gezielte Werbemaßnahmen die Wachstumsprognose deutlich zu verbessern. Für Südamerika gibt es ein höheres Wachstum im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Hier ist Brasilien mit einem Zuwachs von 7,3% an der Spitze vertreten.

Stabiles Wachstum im europäischen Markt

Für Europa und die Eurozone werden in der Zukunft Wachstumsraten für das bargeldlose Bezahlen mittels digitaler Vorgänge in einer Größenordnung von 6,5% bis zum Jahr 2020 erwartet. Das entspricht dem Wachstum auf dem Vorjahreszeitraum zwischen 2015 und 2016. Weltweit sollen die Zahlungen über einen digitalen Zugang um durchschnittlich 10,9% wachsen.

Steht Europa eine bargeldlose Zukunft bevor?

In den skandinavischen Ländern Schweden und Dänemark wird ernsthaft über eine geplante Abschaffung der Geldnoten nachgedacht. Damit werden die Bürger dieser Länder voraussichtlich die ersten bargeldlosen Europäer sein. Schon jetzt werden Schweden 80% und in Dänemark 75% aller finanziellen Transaktionen auf elektronischem Wege oder per Bankkarte erledigt. Ganz anders sieht die Situation in Deutschland aus. Hier wollen sich die Bürger nur ungern von ihrem geliebten Bargeld als Zahlungsmittel trennen. Das ist auch an der Statistik zu sehen: Bargeld wird mit 79% als ungeschlagener Favorit bei Zahlungen für kleinere Beträge im Alltag verwendet.

Welche Chancen und Risiken bietet der bargeldlose Verkehr?

Beim Bezahlen über Bezahlung per RFID-Chip unter der Haut, per Fingerpayment , Mobile Payment oder Mobile Wallet sparen Händler und Banken Ressourcen für die Bereitstellung und Verwaltung von Bargeld ein. Die Sicherheitsvorkehrungen können reduziert werden, die Verwaltung der Konten ist einfacher und übersichtlicher zu gestalten. Beim Kredit nehmen kann man schnell und unkompliziert über die die beantragten und bewilligten Summen verfügen. In der Gesellschaft existieren hingegen Ängste, Opfer digitaler Kriminalität zu werden, ein gläserner Kunde zu werden und die Kontrolle über die eigenen Geldmittel zu verlieren. Auf staatlicher Seite sind gewinnbringende Aspekte durch die Eindämmung der Schattenwirtschaft und der Steuerhinterziehung interessant.

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