Einmal für einige Sekunden unaufmerksam gewesen und schon ist es passiert. Man ist einem anderen Auto draufgefahren oder hat vergessen den Herd abzudrehen, und somit Teile seiner Küche in Brand gesteckt. Durch kleine Unachtsamkeiten können in sekundenschnelle Schäden in Millionenhöhe entstehen. Müsse man dafür selbst aufkommen, würden viele Menschen wohl große Teile ihres Lebens damit verbringen, den Schaden ab zu bezahlen. Nimmt eine Person schaden, kann es sogar passieren, dass man sein ganzes Leben für den Schadensersatz und das Schmerzensgeld bezahlen muss. Teils müssten wahrscheinlich sogar darauffolgende Generationen die Rückerstattung fortsetzen. Zum Glück gibt es private, berufliche und betriebliche Haftpflichtversicherungen, die uns helfen, für den Schaden aufzukommen.

Was sind die größten Vorteile einer Haftpflichtversicherung?

Die Nummer Eins in Sachen Vorteile ist bestimmt die finanzielle Komponente. Schnell ist ein Unfall passiert, und als Unfallverursacher muss man für den Schaden der anderen Teilnehmer aufkommen. Für viele Einzelpersonen oder auch Betriebe wäre es unmöglich bestimmte Summen aufzutreiben. Hier greift die Haftpflichtversicherung. Diese übernimmt die Geldzahlungen. Doch nicht nur als Verursacher hat man einen großen, finanziellen Vorteil. Auch der Geschädigte schützt sich durch eine Haftpflichtversicherung. Kommt es zu einem Unfall, kann es passieren, dass der Verursacher keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und auch als Privatperson nicht für den Schaden aufkommen kann. In diesem Fall kann man dies seiner eigenen Haftpflichtversicherung mitteilen, und diese übernimmt anschließend den Schaden.

Haftpflichtversicherungen gibt es allerdings wie Sand am Meer. Außerdem gibt es für bestimmte Berufssparten, verschiedene Versicherungen .Wer die richtige für sich finden möchte, kann sich auf Vergleichsportalen im Internet informieren.

Vom Schaden bis zur Rückerstattung – wie funktionierts?

Wenn man eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, aber nicht weiß wie sie funktioniert, hat nur wenig Freude damit. Darum ist es wichtig zu wissen, was man nach einem Schadensfall Schritt für Schritt tun sollte:

  • Dokumentation des Schadens: Kommt es zu einem Unfall, an dem man beteiligt ist, sei es Verursacher oder Geschädigter, sollte man zu allererst die zu Schade gekommenen Gegenstände fotografieren. Außerdem sollte, beispielsweise bei einem Autounfall, die genaue Position der Wagen dokumentiert werden. Schließlich kann man im Nachhinein leicht behaupten, der Unfallhergang wäre anders gewesen. Auch sollte man Schäden, nicht gleich beheben lassen. Lässt man seinen Wagen gleich reparieren, sind die Spuren und Beweise somit weggeräumt.
  • Kühlen Kopf bewahren: Eine Haftpflichtversicherung übernimmt auch die Funktionen einer Art Rechtschutzversicherung. Nach einem Unfall prüfen die Versicherungen beider Parteien, wer schadensersatzpflichtig ist. Darum ist es wichtig, nicht bereits am Unfallsort ein Schuldzugeständnis zu machen oder den anderen Parteien gar Schadensersatz zu zahlen.
  • Kontakt aufnehmen: Sobald man in einen Unfall verwickelt ist, sollte man den Kontakt zu seiner Haftpflichtversicherung aufnehmen – und das möglichst rasch. Grundsätzlich ist von einer Meldefrist von einer Woche die Rede.
  • Schadensmeldung: Im nächsten Schritt ist es notwendig ein Schadensmeldungsformular auszufüllen. Dieses bekommt man entweder von der Versicherung zugeschickt, oder man findet es online. Wichtig ist es hierbei bei der Wahrheit zu bleiben. Schummeleien werden sowieso schnell aufgedeckt.
  • Konflikte melden: Sollte man von der Streitparte Klagen oder überspitzte Forderungen bekommen, ist es ratsam diese der Haftpflichtversicherung zu melden. Jene wird nun alles weitere mit der gegenüberliegenden Seite klären.

Nicht nur privat, auch Betriebsversicherungen sind sinnvoll

Betriebshaftversicherungen, kurz BHV, sind sehr ähnlich zu den herkömmlichen Haftpflichtversicherungen. Der große Unterschied ist, dass in einer BHV nicht Privatpersonen sondern Unternehmen sowie Freiberufliche und Handwerker versichert werden. Die AXA Haftpflichtversicherung bietet zum Beispiel für jeden Handwerker die richtige Versicherung an. Zu einer BHV zählt nicht nur der Unternehmer an sich, sondern auch seine ganzen Mitarbeiter sowie das Gebäude. Gedeckt werden durch eine BHV alle Schäden, die innerhalb des Unternehmens, sprich während der Arbeitszeiten der Angestellten entstehen. Für Schadensfälle in ihrer Freizeit, kommt eine Betriebshaftpflichtversicherung nicht auf. Ein anderer Unterschied zur privaten Haftpflichtversicherung ist außerdem, dass die Schadensersatzforderungen verstärkt auf ihre Richtigkeit geprüft werden.

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